Ilmenau. An der Litfasssäule neben dem Bahnhof Ilmenau waren 4 rote Nazi Plakate angeklebt, welche in alle 4 Himmelsrichtungen zeigen. Obwohl jeder Fußgänger und Autofahrer es hätte sehen müssen, schwieg jeder. Die Plakate hingen
Unser Informant schreibt: “von wegen Hess … und Mordanschuldigungen und Thälman zeug” (…) “also extreme propaganda” (…) Freies Wort HP hat diese meldung anscheinend als zu unwichtig für ihre Seite betrachtet”
AAI: “Wie lange hingen die Plakate und wer hat es gemeldet?”
Informant: “3 tage, ein student hat es dann bemerkt … also er hat es gemeldet”
AAI: “Wurde es publik gemacht?”
Informant: “ja freies wort, Samstag, aber erst auf der letzten seite vom lokalteil” (…) “Lächerlich das wirklich ALLE Artikel von Samstag auf einer Seite stehen. Nur eben DIESER eine nicht.”
Wir halten fest: Nazi Progapanda in Ilmenau. Ilmenauer Bürger schweigen und sehen ebenso weg wie in Müggeln. Die erste, zweite und dritte Staatsgewalt versagt und auch die vierte Gewalt im Staate - die Presse wird ihrer Aufgabe nicht gerecht.
Wer immer noch glaubt, in Ilmenau gäbe es keine Nazis, oder gar wegsieht, wenn Burschenschaften Erstsemesterparties sponsorn, der sollte dringend politisch geschult oder seines Amtes enthoben werden.
Die AAI fordert daher von der Stadt und der TU Ilmenau:
1. Öffentlichkeitmachung aller NeoNazi Verbrechen in Ilmenau
2. Eine Stellungnahme der Stadt Ilmenau zur Schändung des jüdischen Denkmals und dessen Vertuschung
2. Eine Stellungnahme des Rektors der TU Ilmenau zur Ehrenmitgliedschaft zur dort ansässigen Burschenschaft Baltia Gotia
3. Eine Stellungnahme des StudentenRaten der TU Ilmenau zur Zusammenarbeit mit der Burschenschaft Baltia Gotia
Burschenschaften gelten als nationalistisch und werden daher vom Verfassungsschutz überwacht. Sie bieten z.B. nachweislich im Münchner Raum Unterschlupf für gesuchte Nazis und auch Präsentations- und Redefreiheit für Größen der rechtspopulistischen Szene.

Ich gebe euch recht, auch Ilmenau hat wie eigentlich jede Stadt ob “Osten oder Westen”, ein Problem mit Nazis. Denn nur einer mit faschistischem Gedankengut ist ein Problem, das es gilt anzupacken!
Aber dennoch würde ich mir wünschen, dass ihr eure Berichte besser recherchiert. So ist es z.B. wahr, dass die TU Ilmenau einmal einen Rektor hatte der nun Ehrenmitglied der Ilmenauer Burschenschaft ist, aber de Betonung liegt auf HATTE. Es lässt sich recht schnell im Internet feststellen, dass es sich dabei nicht um den aktuellen Rektor handelt.
Aber unabhängig davon solltet auch ihr nicht den Fehler machen und alles über einen Kamm scheren, denn Burschenschaft ist nicht gleich Burschenschaft und erst recht nicht (automatisch) gleichzusetzen mit rechtem Gedankengut…
Comment by illefreund — August 26, 2007 @ 10:55 am
Das freut uns, dass Du unser Blog vefolgst!
Zum Rektor: Das Freie Wort schreibt in einem Artikel von der Ehrenmitgliedschaft Scharffs. Wir haben den Artikel vorliegen und können gerne auch die Textstelle in Netz stellen.
Comment by AAI — August 26, 2007 @ 4:57 pm
Da zeigt sich, dass auch die Presse nicht immer Recht hat und man sich auf Glatteis begibt wenn man sie ohne nachzuhaken zitiert, glaubt’s mir das ist ne Ente!
Comment by illefreund — August 26, 2007 @ 5:29 pm
Das glauben wir nur zu gern! Nicht auszudenken, wenn der seöbe Rektor, welcher eien Studenten wegen seiner kritischen Burschenschaftsberichte exmatrikulieren wollte, Ehrenmitglied in einer Burschschaft wäre. Das wäre ein Imagegau.
Dann melde dich am besten gleich beim Freien Wort mit der Bitte um Richtigstellung. Nicht, dass der Rektor die FW noch wegen Verleumdung verklagt. Der Artikel erschien zwischen dem 20-23 April 2007 unter der Rubrik “Bloggerszene” und dem Titel “Mit Kosequenzen gedroht”, Autor ist “aha”.
Comment by AAI — August 26, 2007 @ 7:34 pm