TU Ilmenau Watchblog

TU IlmenauAugust 26, 2007 7:35 pm

Wieder ein rassistischer Übergriff im Osten. Diesmal Magdeburg.

TU Ilmenau, IlmenauAugust 25, 2007 10:16 pm

Ilmenau. An der Litfasssäule neben dem Bahnhof Ilmenau waren 4 rote Nazi Plakate angeklebt, welche in alle 4 Himmelsrichtungen zeigen. Obwohl jeder Fußgänger und Autofahrer es hätte sehen müssen, schwieg jeder. Die Plakate hingen

Unser Informant schreibt: “von wegen Hess … und Mordanschuldigungen und Thälman zeug” (…) “also extreme propaganda” (…) Freies Wort HP hat diese meldung anscheinend als zu unwichtig für ihre Seite betrachtet”

AAI: “Wie lange hingen die Plakate und wer hat es gemeldet?”

Informant: “3 tage, ein student hat es dann bemerkt … also er hat es gemeldet”

AAI: “Wurde es publik gemacht?”

Informant: “ja freies wort, Samstag, aber erst auf der letzten seite vom lokalteil” (…) “Lächerlich das wirklich ALLE Artikel von Samstag auf einer Seite stehen. Nur eben DIESER eine nicht.”

Wir halten fest: Nazi Progapanda in Ilmenau. Ilmenauer Bürger schweigen und sehen ebenso weg wie in Müggeln. Die erste, zweite und dritte Staatsgewalt versagt und auch die vierte Gewalt im Staate - die Presse wird ihrer Aufgabe nicht gerecht.

Wer immer noch glaubt, in Ilmenau gäbe es keine Nazis, oder gar wegsieht, wenn Burschenschaften Erstsemesterparties sponsorn, der sollte dringend politisch geschult oder seines Amtes enthoben werden.

Die AAI fordert daher von der Stadt und der TU Ilmenau:

1. Öffentlichkeitmachung aller NeoNazi Verbrechen in Ilmenau
2. Eine Stellungnahme der Stadt Ilmenau zur Schändung des jüdischen Denkmals und dessen Vertuschung
2. Eine Stellungnahme des Rektors der TU Ilmenau zur Ehrenmitgliedschaft zur dort ansässigen Burschenschaft Baltia Gotia
3. Eine Stellungnahme des StudentenRaten der TU Ilmenau zur Zusammenarbeit mit der Burschenschaft Baltia Gotia

Burschenschaften gelten als nationalistisch und werden daher vom Verfassungsschutz überwacht. Sie bieten z.B. nachweislich im Münchner Raum Unterschlupf für gesuchte Nazis und auch Präsentations- und Redefreiheit für Größen der rechtspopulistischen Szene.

Ilmenau, OstenAugust 24, 2007 4:21 pm

Auch Ilmenau hat ein Problem.

So kann weder in Mügeln noch anderswo in den neuen wie in den alten Ländern die Einsicht wachsen: wir haben ein Problem.

süddeutsche

TU IlmenauAugust 23, 2007 4:19 pm

Eine Chronik.

TU IlmenauAugust 22, 2007 4:18 pm

Als Ausländer oder fremdländisch aussehender Mensch ist man in weiten Teilen der früheren DDR nicht sicher.

Süddeutsche Zeitung

TU IlmenauAugust 21, 2007 4:01 pm

Während in Mügeln Inder gejagt werden und die Polizei zuschaut, wird im NeoNazi Ilmenau das jüdische Denkmal geschändet. Und damit’s kein Aufklärerblogger mitkriegt, wird’s ganz rasch verhüllt. Schweigen ist eben nicht nur in Mügeln an der Tagesordnung.

Wer in Mügeln oder Ilmenau kein NaziProblem erkennt, der schaut weg - wie damals 1939. Leider schweigen die Stadt Ilmenau, die TU Ilmenau und auch der ISWI-Verein, in dem so große Hoffnungen gesetzt wurden, zur jüdischen Schändung mitten im Herzen Ilmenaus:


Ilmenau: Nichts sehen, nichts, hören, nichts sagen.

Der Osten ist und bleibt eben anfällig für dumpfe braune Parolen. Anstatt zu handeln, vertuschen Sie. Damals wurden Aufklärer gehängt - heute werden sie mit der Exmatrikulation und Mord bedroht.

Warum?

Ist eine Stadt - oder eine Uni die Burschenschaften beherbergt rechts?

Ich hoffe nicht.

Ist eine Uni, deren Rektor Ehrenmitglied jener Burschenschaft ist, befangen?

Ich weiß es nicht.

Ist es ein Zufall, dass dieser Rektor jenen Aufklärer exmatrikulieren will, weil er über Burschenschaften schreibt?

Ist es ein Zufall, dass die TU Ilmenau zu Neonazis und ihren Schändungen in Ilmenau schweigt?

Dem nicht genug. Antifaschistische Aufkleber wie “Nie wieder Faschismus” werden zerkratzt und so umformuliert in “— wieder Faschismus”. Dies ist nur ein Beispiel aus den Ilmenauer Straßen - andere haben wir fotografiert:



TU IlmenauApril 4, 2007 4:23 pm

Wir, 5 Studentinnen und Studenten der TU Ilmenau haben die Vorkommnisse rund um den Stura, dem Rektorat und der hier ansässigen Burschenschaft mit Besorgnis verfolgt und uns zur autonomen AntiFa Ilmenau zusammengeschlossen.

Warum?

Diese Stadt beherbergt Neonazis und eine Burschenschaft. Burschenschaften, sehr oft mit faschistischen Gedankengut und nationalistischen und rechtsradikalen Tendenzen werden vom Verfassungsschutz überwacht. In Ilmenau wird die Burschenschaft vom Studentenrat hofiert und vom Rektorat gedeckt. Herr S., ein ehmaliger Student der TU Ilmenau und Blogger macht dies öffentlich und sollte dafür exmatrikuliert werden - vom Rektor höchstpersönlich.

Wir wollen diese Aufklärungsarbeit fortsetzen und haben deshalb die AAI gegründet. Weil auch wir Repressalien der Uni-Leitung befürchten müssen, werden wir anonym bleiben. Die Identität unsere Informanten und aller, die sich an uns wenden möchten, wird ebenfalls geschützt.

Eure Autonome AntiFa Ilmenau!